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Übergriffe in Köln und Hamburg: Wie problematisch sind muslimische Migranten?

Die Übergriffe an Silvester 2015 in Köln, Hamburg und mehreren anderen deutschen Städten haben die Gesellschaft erschüttert.

Übergriffe in Köln in der Silvesternacht

In Köln wurden vor allem Frauen von Gruppen von über 500 jungen Männern vor allem aus Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien) sexuell angegriffen und teilweise ausgeraubt.

Die Polizei war aufgrund der Größe der Täter schlicht überfordert, sodass sich eine Art rechtsfreier Raum entwickelte, der die Zahl der Taten weiter vermehrte. Anschließend gingen bei der Polizei rund 800 Anzeigen zu dieser Nacht ein.

Köln war kein Einzelfall

Relativ schnell nach den Vorfällen in Köln tauchten Berichte über ähnliche Übergriffe in der Silvesternacht in Hamburg auf. Hier wurden 195 Fälle, überwiegend Sexualdelikte, angezeigt.

Doch erst vor kurzem wurde ein BKA-Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass auch in elf anderen Bundesländern junge Männer mit „arabischem Erscheinungsbild“ Frauen attackierten.

In Städten in Nordrhein-Westfalen, vor allem Köln, Düsseldorf und Bielefeld, wurden 384 sexuelle Übergriffe angezeigt, davon 116 in Kombination mit Eigentumsdelikten.

In Hessen wurden 31 Fälle registriert, in Bayern 27, in Baden-Württemberg 25, in Bremen elf und Berlin sechs.

Die Opfer sind fast ausschließlich Frauen, die Täter Männer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren. Die meisten Opfer beschreiben die Täter durch ein „südländisches“ oder „arabisches“ Erscheinungsbild.

Woher kommen die Täter?

Die konkrete Feststellung der Herkunft der Tatverdächtigen ist in vielen Fällen schwierig, doch in Falle von Köln gibt es klare Aussagen von Augenzeugen marokkanischer Herkunft, die eine Vielzahl der Täter anhand ihres speziellen arabischen Dialekts als Marokkaner und Algerier erkannt haben:

– „Das waren alles unsere Leute.“

– „Sie können sicher sein, dass das stimmt. Ich beobachte das schon eine ganze Weile und es geht mir schwer auf die Nerven, was meine Landsleute hier abziehen. Diese Typen von denen ich spreche, lachen euch aus.“

Das letzte Zitat bezieht sich auf das deutsche Justizsystem, das viel zu lasch sei. Laut Szene-Insidern haben sich in den letzten Jahren viele Tausende Marokkaner über die Balkanroute nach Deutschland aufgemacht und sich erfolgreich als Syrer ausgegeben. Hinzu käme eine zweite große Gruppe, die nach kriminellen Zwischenstopps in Spanien oder Belgien nach Deutschland weitergezogen sei.

Gewaltforscher suchen nach Erklärungen

Selbst Fachexperten haben Probleme bei der Erklärung der Übergriffe und versuchen, den muslimischen Hintergrund der Täter möglichst auszuklammern. So sagte Andreas Zick, Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld vor kurzem in einem Radiointerview, dass es sich bei diesen Taten „im Kern um einen Sexismus handelt“. Religiöse Überzeugungen würden in der Regel von den Tätern erst nach der Tat als Motiv hinzugeschoben werden.

Dies ist vermutlich richtig, doch diese Suche nach der richtigen Begründung verkennt letztlich die Tatsache, dass die meisten Tatverdächtigen von Köln, Hamburg und Köln einen muslimischen Background haben und gerade in dieser Kultur ein völlig anderes Männer/Frauen-Bild herrscht als in der westlichen Welt herrscht, welchen den Sexismus nahezu gebärt. Wodurch die Täter letztlich genau motiviert waren – ob sie z.b. nicht in die Diskothek reingelassen wurden, etc. – mag an dieser Stelle sekundär sein, von Bedeutung ist doch der Sachverhalt, dass es sich um eine Gruppe aus einem bestimmten Kulturkreis gehandelt hat.

Andreas Zick zum Thema Kultur und Flüchtlinge:


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Kommt bald die Pille, die schlauer macht?

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Category : Arbeit , Denken , Gesellschaft

Bereits seit geraumer Zeit – Studien an Mäusen und anderen Tieren wurden schon in den 1980er Jahren durchgeführt – arbeiten Forscher an sogenannten „smart pills“, also Pillen, die einen schlauer machen sollen.

Es wurden Unmengen an Geld ausgegeben, doch noch immer gibt es die „Ohne Limit“-Pille nicht. Warum eigentlich nicht?

Wo bleibt die Pille, die schlauer macht?

Es ist nicht so, dass es keine Pillen dieser Art geben würde und diese nicht konsumiert werden würden. Adderall zum Beispiel, das eigentlich nur bei Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung verschrieben werden soll, wird von 8% der US-Highschool-Abgängern genommen – zu nichtmedizinischen Zwecken.

Dabei wurde bei einer aktuellen Studie festgestellt, dass Adderall keinerlei Verbesserung kognitiver Fähigkeiten jedweder Art verschafft. Viele, die Adderall einnehmen, glauben nur, dass sich ihre Leistung verbessert, wenn sie das Mittel nehmen (auch als sie ein Placebo bekamen).

Das neuere Medikament Provigil, das nur zur Behandlung von Narkolepsie zugelassen ist, wird massiv von Studenten und Geschäftsleuten genommen, die sich einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb verschaffen wollen.

Eine aktuelle Studie, bei der die kognitiven Fähigkeiten bei gesunden Erwachsenen auf Provigil und einem Placebo untersucht wurden, registrierte bei der Provigil-Gruppe zwar Verbesserungen bei räumlichem Arbeitsgedächtnis, Planungs- und Entscheidungsprozessen schwierigster Stufe sowie beim Gedächtnis für visuelle Mustererkennung.

Dennoch sind Fachleute der Meinung, dass sowohl Adderall als auch Provigil nicht mehr bewirken, als einen wach und bei der Arbeit zu halten (was letztlich auch Kaffee oder gewöhnliche Energydrinks tun). Die kognitive Leistung würde damit also nicht verbessert werden.

Interessanterweise wurden stimulierende Mittel mehr als 50 Jahre lang vom Militär eingesetzt – die Briten stoppten die Einnahme, weil die Mittel paranoid machen können.

Grundsätzliche Probleme

Ein riesiges Problem bei der Erstellung einer Pille dieser Art ist also die Sicherheit. Sowohl Adderall als auch Provigil können süchtig machen – alle momentan erhältlichen Medikamente dieser Art haben Nebenwirkungen.

Ein Problem prinzipieller Art ist die Tatsache, dass selbst wenn neue Neuronen gebildet werden, diese auch am Leben erhalten werden müssen. Man weiß z.B. mittlerweile, dass im Hippocampus, einer Region tief im Gehirn, die bei der Bildung neuer Erinnerungen von entscheidender Bedeutung ist, konstant neue Neuronen gebildet werden – die meisten sterben jedoch ab.

Körperliche Betätigung allein beispielsweise reicht nicht, um die neuen Neuronen am Leben zu erhalten, sie kann lediglich dazu führen, dass neue Neuronen entstehen. Erst durch mentales Training werden mehr Zellen am Leben erhalten, als produziert wurden. Beides in Kombination ist also ideal.

Damit die neuen Neuronen überleben, muss ihr Besitzer hart arbeiten, das heißt lernen. Dabei sind die schwierigsten Aufgaben am effektivsten. Die Anstrengung spielt also eine wichtige Rolle: Wir müssen nicht nur neue Dinge lernen, sondern diese müssen auch herausfordernd sein.

Ausblick

Und keine Pille kann dies allein schaffen. De facto zweifeln selbst Wissenschaftler, die in dieser Branche tätig sind daran, dass ein kognitiver Enhancer in den nächsten 50 Jahren überhaupt auf den Markt kommt.


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Kann Musik schlauer machen?

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Category : Gesellschaft , Musik

Nahezu jeder kennt den Mozart-Effekt: Die Annahme, dass Babys schlauer werden, wenn man ihnen – noch im Mutterleib – Mozart vorspielt.

Die „Mozart-Studie“

Diese Annahme basiert auf einer im Nature-Magazin veröffentlichten Studie aus dem Jahr 1993, bei der 36 College-Studenten (keine Babys!) entweder jeweils 10 Minuten in Stille saßen, sich aufgenommene Aufzeichnungen mit Instruktionen zur Entspannung oder Mozarts‘ Sonata für zwei Pianos in D Major anhörten:

Unmittelbar nach der Hörsitzung machten sie einen Test, bei dem man sich vorstellen muss, wie man ein auf einem Blatt Papier abgebildetes 3-dimensionales Objekt im Geist rotiert. Der Durchschnittswert bei Probanden, die in Stille saßen, lag bei 110 und bei denen, die sich Entspannungs-Instruktionen anhörten, bei 111. Bei den Mozart-Hörer lag dieser jedoch bei 119. Allerdings wiesen die Forscher in der Studie darauf hin, dass der Effekt nur 10 bis 15 Minuten anhielt.

Seitdem haben 20 andere Studien versucht, diese Studie nachzubilden. Das niederschmetternde Ergebnis: Im Durchschnitt konnte man nur eine Zunahme um 1,4 IQ-Punkte nach dem Hören von Mozart verzeichnen. Eine neue Studie fand überhaupt keinen Effekt.

Hören von Musik vs. Musik machen

Im Jahr 2014 wurde eine andere interessante Studie veröffentlicht: Dabei bekamen 144 Kinder im Alter von 6 Jahren ein ganzes Jahr lang entweder zusätzlichen Musikunterricht (Keyboard oder Gesangsunterricht), Theaterunterricht oder keinen zusätzlichen Unterricht.

Nach 9 Monaten verbesserte sich der IQ der Kinder der Musik-Gruppen viel stärker als bei den Kindern der anderen Gruppen. Der Wert der Kinder, die keinen zusätzlichen Unterricht erhielten, stieg um 3,9 Punkte (normaler Effekt bei der Einschulung), der der Theater-Gruppe stieg um 5,1 Punkte, der der Keyboard-Gruppe um 6,1 Punkte und der der Gesangsunterricht-Gruppe um 7,6 Punkte.

Die Studie wurde im Jahr 2011 wiederholt. Dabei nahmen 48 Vorschulkinder an einem von zwei verschiedenen computerisierten Trainings (2 Stunden täglich, 5 Mal die Woche für 4 Wochen) teil: entweder bildender Kunst oder Musik.

Das Ergebnis: Nur bei Kindern der Musik-Gruppe (und zwar bei 90% der Kinder dieser Gruppe) konnte eine Zunahme in verbaler Intelligenz festgestellt werden.

Und es gibt weitere Belege dafür, dass Musik sich positiv auf die kognitiven Leistungen auswirkt: Beim sogenannten Bridge Project bekamen hunderte Schüler aus zwei Schulen in London-Lambeth, einem Arbeiterviertel, Musik-Unterricht. Zuvor und danach wurden die Leistungen der Schüler in Mathematik und Lesen/Schreiben. Das Ergebnis: die Schüler, die am Musik-Programm teilnahmen verbesserten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keinen Musikunterricht bekam, 10 bis 18 Prozent stärker.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Hören von Mozart einen wohl nicht schlauer werden lässt, das Erlernen eines Instruments dagegen eventuell schon.


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Burnout, Depression und Co.: Warum psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft immer weitverbreiteter werden

Betrachtet man Statistiken der letzten Jahre zur Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit, fällt auf, dass immer mehr Menschen psychische Probleme haben, die zur Nichtausübung Ihres Jobs kurz- bis mittelfristig führen, wenn nicht sogar ganz vom Arbeitsleben ausschliessen.

Diese Entwicklung ist erst seit wenigen Jahren zu beobachten und besorgt viele Sozialwissenschaftler aber auch Politiker. Denn die vermehrten psychischen Krankheiten führen zu mehr Sozialausgaben und logischerweise weniger Produktivität innerhalb des eigenen Landes.

Dabei betrifft das Problem hauptsächlich schon etablierte Industrienationen, die im Umgang mit einer hochtechnologischen Gesellschaft eigentlich geübt sein sollten. Wie kommt es also zu einem derart drastischen Anstieg an Krankheiten im Geist?

Ein härterer Arbeitsmarkt

Statistiken beweisen, was Wissenschaftler und Soziologen seit Jahrzehnten verkünden: Der Arbeitsmarkt wird zunehmend härter. Und zwar sowohl bei gelernten Jobs wie zum Beispiel Mauerer, bei Akademikern aber auch besonders bei Niedriglohn-Jobs.

Durch die Internationalisierung des Jobmarktes, aber auch durch eine knappere Kalkulation bei den Personalkosten wird der Kampf um den Arbeitsplatz immer erbitterter. Unternehmen versuchen stets, die Kosten zu senken und anstatt Aufgaben an einheimische Firmen an billigere aus dem Ausland zu vergeben (outsourcing).

Druck von oben und auch von unten

Immer mehr Angestellte im mittleren und niedrigeren Management sehen sich in der so genannten „Sandwich“-Position wieder. Hier herrscht Druck von den Vorgesetzten genauso aber von den eigenen Untergesetzten, eine aufreibende Situation.

Aber auch so gibt es immer mehr Druck in der Geschäfts- und Arbeitswelt, die letztlich oft aufgestaut wird, und es so zu Krankheiten kommt. Das kann sich in verschiedensten Formen zeigen: Depression und Manie sind genauso möglich wie Schizophrenie und Burnout, wobei letzteres am wahrscheinlichsten ist.

Mehr Möglichkeiten, Stress aufzubauen

Wer als Chef seine Mitarbeiter wirklich belasten will, hat heutzutage weitaus mehr Möglichkeiten als früher. Am Smartphone ständig verfügbar zu sein, auch am Wochenende und sonntags empfänglich zu sein sowie Homeoffice in der eigentlichen Freizeit nagen langfristig an der geistigen Gesundheit und am Nervensystem.

Auch rechtlich hat sich einiges getan, Überstunden und gestrichene Urlaube sind weitaus einfacher legal als noch vor zwanzig Jahren.

Selektion statt Mitleid

Besonders kommunale Betriebe trugen Menschen mit einem gewissen Handicap oder einfach mangelhafter Effizienz oft noch bis zur Pension mit. Das können funktionierende Alkoholiker gewesen sein, aber auch einfach Menschen mit einem psychischen Problem oder einfach sehr niedriger Motivation.

Heutzutage landen diese Menschen oft in der Frühpension durch Krankheit oder beziehen lebenslang Arbeitslosengeld.

Dadurch fallen psychische Krankheiten so stark ins Gewicht, früher wurden diese Menschen oft als „Sonderlinge“ abgestempelt und weitgehend ignoriert. Erst mit den heutigen Arbeitsmarktverhältnissen kommt die tatsächliche Anzahl an psychisch kranken Menschen ans Tageslicht.

Mehr Sicherheitsbestimmungen, mehr Kapitalismus

Die Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz nehmen stets zu. Egal ob auf der Baustelle, bei Transport- und Speditionsunternehmen aber auch in normalen Büros oder in industriellen Betrieben.

Dadurch nimmt die Anzahl der Arbeitsunfähigen durch körperliche Krankheiten stets ab, während psychische Krankheiten im Umkehrschluss umso akuter erscheinen.

Jedoch hat sich auch der psychische Druck ausserhalb der Arbeitswelt erhöht. Geldverdienen, Konsum und Prestige hat einen noch höheren Stellenwert als noch vor 20 Jahren, während die Reallöhne im Vergleich zu den Preisen gesunken sind.

Das stellt einen guten Nährboden für wachsende Unzufriedenheit, Selbstzweifel und Unausgeglichenheit dar, der oft über die Jahre in einer psychischen Krankheit endet.

Fazit

Psychische Krankheiten gibt es seit Anbeginn der Menschheit. Dass ihre Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten so zugenommen hat, hat verschiedene Gründe, die in Veränderungen in der Wirtschaft und der Gesellschaft zu finden sind.

Trotzdem muss betont werden, dass psychische Krankheiten wohl erst in den letzten Jahren wirklich aufgeschrieben und in Statistiken eingeflossen sind, davor waren die Dunkelziffern extrem hoch und Menschen mit geistigen Krankheiten wurden oft als „Sonderlinge“ abgestempelt.


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AIDS: Der Verlauf der Schreckenskrankheit aus den 80er-Jahren

Das Virus HIV und seine daraus resultierende Krankheit AIDS war eine der gefürchtetsten und meistgehassten Krankheiten weltweit, denn sie sorgte für einen langsamen und sehr schmerzhaften Tod mit verschiedenen Stadien des Krankheitsverlaufs, die aber in der Regel immer mit dem Tod endeten. Doch mittlerweile hat sich bereits viel in der AIDS-Forschung getan, dennoch ist die Krankheit und der Virus im Körper immer noch ein enormes Risiko. Wie hat sich die Krankheit jedoch in den letzten Jahrzehnten auf die Gesellschaft ausgewirkt, für wie gefährlich wird sie von den Menschen gehalten? Wir haben die wichtigsten Unterschiede zu der Krankheit in den 80er-Jahren und im Jahre 2015 in Europa aber auch global analysiert.

Soziale Ächtung

HIV hat sich anfangs in Europa hauptsächlich im Homosexuellenmilieu entwickelt, und wurde erst einiges später auch bei Heterosexuellen als potenzielle Gefahr anerkannt. Auch viele Drogensüchtige infizierten sich durch bereits benutzte Spritzen und Nadeln, die das HIV-Virus enthielten. Abgesehen davon wird die Infizierung von HIV oft mit einem promiskuitiven Lebensstil gleichgesetzt, in dem ungeschützter Geschlechtsverkehr an der Tagesordnung steht.
Mittlerweile hat sich diese Einschätzung vieler Leute allerdings aufgehoben, weil erkannt wird, dass HIV auch bei langfristigen Partnerschaften weitergegeben werden kann und nicht nur ein One-Night-Stand-Phänomen ist. Gleichzeitig schafften auch viele Stars wie zum Beispiel Freddie Mercury ein Umdenken durch öffentliche Bekanntgabe ihrer Krankheit. Aber auch viele heterosexuelle Prominente bekannten sich zu einer Ansteckung, so zum Beispiel Anthony Perkins.

Ausbruch des Virus zunehmend leichter zu verhindern

Das HIV-Virus bedeutete früher ein eingeschränktes Leben auf Zeit, das ziemlich bald nach Ausbruch der Immunschwächekrankheit durch den HIV-Keim beendet wird. Mittlerweile hat sich das dank jahrzehntelanger Forschung und grossem Aufwand geändert. So ist beispielsweise das Virus mittlerweile effektiv unterdrückbar, die Krankheit kann oft vor dem Ausbrechen gehindert werden. Gleichzeitig kann der Krankheitsverlauf durch Medikamente stark verlangsamt werden, was dem Patienten eine längere Lebensdauer und mehr Lebensqualität bringt.

Weltweit immer noch ein sehr starkes Problem

Während in Europa und in den Vereinigten Staaten die Behandlungsmöglichkeiten für HIV-Kranke immer besser und ausgeklügelter werden, bleiben weniger Privilegierte auf der Strecke. Das gilt zwar auch für die weniger begüterten Schichten in den USA und Europa, trifft aber trotzdem vor allem Dritte-Welt-Länder besonders hart. Besonders südlich von der Sahara grassiert die Immunschwächekrankheit immer noch in einer unvorstellbaren Grössenordnung. So kam es allein 2007 in der Subsahara zu über 2 Millionen Todesfälle durch das AIDS-Virus.
Die notwendige Medizin und benötigte Tabletten und Medikamente sind nicht in Reichweite, oder für die oftmals in Slums lebende Bevölkerung unerschwinglich. Nebenbei ist Verhütung fast unbekannt, Kondome werden oft aus Geldgründen nicht gekauft. Abgesehen davon gibt es in diesen Regionen viel zu wenig Wissen über Geschlechtsverkehr und Verhütung im Allgemeinen, so denken viele, dass Duschen nach dem Sex vor einer möglichen HIV-Erkrankung schützt, oder beispielsweise das Tragen eines spirituellen Amuletts. Trotz Kampagnen diverser NGOs und der Weltgesundheitsorganisation bleiben Mythen und Halbwahrheiten in den Köpfen der Menschen verankert wodurch sich das Virus so oft unbemerkt weiterverbreiten kann.

Wieder mehr HIV-Infektionen in Europa

Die grossen Fortschritte im Kampf gegen die Auswirkungen des HIV-Virus haben offenbar aber nicht nur gute Auswirkungen auf die Gesellschaft. So scheinen viele Menschen, besonders in jungen Jahren, die Krankheit zu unterschätzen und achten nicht mehr auf angemessene Verhütung oder auf einen Test bezüglich Geschlechtskrankheiten. Deswegen stieg die Zahl der Neuinfektionen des HIV-Virus von 2011 auf 2012 um 15 Prozent, insgesamt leben ganze 20 000 HIV-Infizierte in der Schweiz.

Fazit

HIV und AIDS sind auch noch im 21. Jahrhundert nicht zu unterschätzende Gefahrenquellen, die so gut wie möglich bekämpft werden müssen. Trotz modernster Medizin ist eine Erkrankung sehr unangenehm und führt zu einer niedrigeren Lebenserwartung. Gerade deshalb zahlt es sich aus, auf Verhütung Wert zu legen und in Sachen Risiko bei der Ansteckung keine Kompromisse zu machen.


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